Die Narbenpflege in meinem Alltag

Narbenpflege ist mir ein wichtiges Thema geworden. Vor einigen Wochen habe ich mich mit einer guten Freundin unterhalten. Obwohl mir ihre Narben am Unterarm natürlich bei der ersten Begegnung aufgefallen war, haben wir das Thema bis heute vermieden. Am Wochenende habe ich dann meinen Mut aufgebracht und das Thema angesprochen. Herausgekommen ist ein wunderschönes Gespräch und einige Punkte möchte ich hier im Blog erzählen.

Verbrühungen im Kindesalter

Die Narben hat sich meine Freundin in der Kindheit zugezogen. Ein paar Sekunden an Unaufmerksamkeit der Eltern und schon stieß sie das kochende Nudelwasser von der Herdplatte. Ein Teil des Wassers lief über ihren Unterarm und sie zog sich eine heftige Verbrühung zu. Schnell ging es in das nächst gelegene Krankenhaus zur Behandlung, denn bei Verbrühungen bestimmt die Zeitspanne bis zur Behandlung über die schrecklichen Konsequenzen. Zum Glück wurde sie gut behandelt, doch die Narben sind unübersehbar. Ich fragte nach Chancen der Heilung, doch neben der kosmetischen Behandlung der Narben arbeitet Sie mehrfach die Woche an ihrer Narbentherapie. Experten raten bei der Narbenpflege viel Geduld und Mühe aufzubringen.

Was ist eine Narbentherapie?

In der Narbentherapie befolgt die Freundin einen Plan einer Expertin. Durch Massage, das Eincremen und auch mit Hilfe von spezieller Kompressionskleidung, in diesem Fall ein Narbenkompressionsstrumpf für den Unterarm, kann das Narbengewebe trainiert werden, so dass es weicher wird. Dadurch verlieren Narben einen Teil der rötlichen Farbe und ach die Dicke der Narbe kann verringert werden. In einem Sanitätshaus mit Schwerpunkt Rehabilitationstechnik wird sie beraten und lässt sich dort den Narbenkompressionsstrumpf regelmäßig anpassen, denn ihr Körper hat sich seit dem Unfall natürlich weiterentwickelt und dadurch verändern sich auch die Maße.

Vielen Dank

Ich danke meiner Freundin für diese Offenheit und hoffe sehr, dass ich einigen Menschen mit ähnlicher Geschichte und Narben den Mut zusprechen kann, den sie für die langjährige Narbentherapie aufbringen müssen.

Bildquelle: Pixabay-User moerschy

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