Warum sind Bitterstoffe für uns so gesund?

Bitterer Geschmack ist für den Mensch häufig eine Assoziation zu giftiger und nicht gesunder Nahrung. Dennoch wissen alle, die beispielsweise Rucola, Tonic Water oder Espresso mögen, dass es auch wirklich leckere bittere Nahrung gibt. Durch solche positiven Erfahrungen mit leckerem Essen, Alkohol oder einem Wachmacher, können wir die natürliche Abneigung gegen bittere Nahrung ablegen. Bitterstoffe sind allerdings sogar ziemlich gesund für uns und können zum Beispiel in Form von Tropfen als Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Warum gibt es denn trotzdem so wenige bittere Nahrungsmittel?

Wir alle kennen bestimmt lediglich ein paar übliche bittere Nahrungsmittel, wie Blutorangen, starker Alkohol, einige Salatsorten und noch ein paar Weitere. Das liegt daran, dass Bitterstoffe nicht nur durch Schälen oder Wässern beispielsweise aus den Lebensmitteln, besonders aus Gemüse entfernt werden, sondern teilweise auch weggezüchtet werden. Denn der allgemeine Geschmack besonders hier in Deutschland ist größtenteils auf süß, salzig und herzhaft beschränkt, da die Allgemeinheit diese Geschmacksrichtungen als besonders lecker empfindet. Dennoch sind es besonders Kräuter, Gewürze und Heilpflanzen, die jede Menge gesunde Bitterstoffe enthalten.

Warum sind Bitterstoffe so gut für uns?

Bitterstoffe werden von Pflanzen meist in Gefahrensituationen gebildet. Sie bilden diese Stoffe für die Abwehr gegen Schädlinge oder auch als Sonnenschutz. Diese Stoffe werden in Gruppen aufgeteilt, wie beispielsweise Alkaloide, was Manchen ein Begriff sein könnte. Diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe haben eine positive Wirkung auf Krankheitsbilder, wie hohen Blutdruck, Bakterienerkrankungen und sind ebenfalls gut für die Verdauung. Auch auf das Immunsystem haben diese Stoffe eine starke positive Wirkung. Natürlich ist es nicht gleichzusetzen mit Medikamenten, dennoch kann es als Nahrungsergänzungsmittel genutzt werden, um den Körper natürlich zu unterstützen.

Um genauer auf das Thema Verdauung einzugehen, ist zu erwähnen, dass Bitterstoffe dafür sorgen, dass wir merken, genug gegessen zu haben. Denn salziges Essen gibt Auskunft über den Mineralstoffgehalt, Herzhaftes (auch umami genannt) steht für den Eiweisgehalt in den Nahrungsmitteln, Süßes hingegen sagt etwas über die Kalorienmenge im Essen aus. Davon können wir auch mal gerne zu viel essen, was auf Dauer nicht so gesund ist. Außerdem regt es die Produktion unserer Verdauungssäfte an. Auch Säfte aus der Bauchspeicheldrüse und Galle mischen sich mit den Magensäften. So können natürliche Nährstoffe besser vom Körper aufgenommen werden. Denn man kann noch so gesund essen, solange der Körper die Nährstoffe nicht vollständig aufnehmen und verwerten kann, bringt die gesunde Ernährung nicht den gewünschten Effekt. Dieser negative Nebeneffekt sorgt dann auch dafür, dass auf Dauer ein Nährstoffmangel entstehen kann.

Bitterstoffe werden als Nahrungsergänzung verwendet, beispielsweise nach üppigem Essen, bei Sodbrennen oder Verdauungsproblemen. Es ersetzt quasi den berühmten Espresso oder Kräuterschnaps nach dem Essen, der ja im Übrigen auch nicht ohne Grund Magenbitter genannt wird. Besonders im hohen Alter kommen noch Unverträglichkeiten oder eine gestörte Darmflora dazu, wobei Magenbitter bekömmlicher ist als Kaffee oder Schnaps und trotzdem bei der Verdauung hilft. Durch diesen gesunden Verdauungsvorgang, reinigt sich der Darm von selbst und Giftstoffe, die Teilweise auch eigens produziert werden, können besser ausgeschieden werden. Bitterstoffe Tropfen waren früher nicht besonders lecker, sind jetzt allerdings beispielsweise durch die Marke Bitterliebe modernisiert worden und sogar lecker.

Zusammengefasst sind Bitterstoffe sind ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Dennoch geraten sie oftmals in Vergessenheit und sind heutzutage nicht mehr in vielen Nahrungsmitteln vorhanden, daher können sie beispielsweise durch Tropfen nach dem Essen eingenommen werden, um die natürliche Verdauung zu unterstützen.


Warum auch Nüsse einen positiven Effekt in unserer Ernährung haben, können Sie hier weiterlesen. ➝

Bildquelle: Pixabayuser silviarita

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