Mobilität

Flexibel & selbstständig mobil bleiben

Mit steigendem Alter lässt oft die Mobilität nach. Oft sind Beschwerden oder Krankheiten der Auslöser. Auch Bürojobs können eine Belastung für den Menschen darstellen. Das viele Sitzen und die monotonen Bewegungsabläufe führen zu Beschwerden im Rücken, eine höhere Belastung für die Gelenke und verkürzte Sehnen. Meist bemerken die Betroffenen Menschen erst nach und nach die Veränderung und dass die Mobilität immer mehr beeinträchtigt wird. Bei einer kontinuierlichen Veränderung in der alltäglichen Mobilität kann sich an die Einschränkung langsam angepasst werden, aber es gibt auch Vorkommnisse, die das Leben von einem auf den anderen Tag komplett verändern. Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Unfälle können mit einem Schlag das ganze Leben eines Menschen auf den Kopf stellen. Plötzlich ist jede Treppe ein Hindernis und das Gehen fällt sichtlich schwerer. Oft ist der Betroffene dann auf die Unterstützung und Pflege von Angehörigen oder eines Pflegedienstes angewiesen.

Was bedeutet es für ältere Menschen, Mobil zu sein?

Aktiv am Leben teilzuhaben ist der Inbegriff der Mobilität. Viele Faktoren kommen dabei zusammen. Einer der wichtigsten ist wohl das die sozialen Kontakte gepflegt oder auch neue geknüpft werden. Besonders wenn ältere Menschen nicht mehr so gut zu Fuß sind, bleiben sie öfter zu Hause. Besuche bei der Familie, Freunden, Bekannten oder ehemaligen Kollegen werden dann zunehmend vernachlässigt. Auch Besorgungen wie beispielsweise den Einkauf zu erledigen, gehören dazu. Die Gesellschaft anderer Menschen ist nötig, um Einsamkeit und Isolation zu verhindern. Um die Lebensqualität aufrecht zu halten, bedarf es ein gewisses Maß an Selbstständigkeit. Auch die Teilnahme an Aktivitäten trägt zum eigenen Wohlbefinden bei.

Autofahren auch noch im hohen Alter

Obwohl das Wahrnehmungs- und auch Reaktionsvermögen mit zunehmendem Alter nachlässt, sind ältere Kraftfahrer nicht so häufig an Autounfällen mit Personenschäden beteiligt, wie oftmals von der Gesellschaft angenommen wird. So vermeiden ältere Fahrer z. B. hohe Fahrgeschwindigkeiten, zu geringe Abstände und riskante Fahrmanöver, ganz im Gegensatz zu jungen Menschen. Als PKW-Fahrer sind ältere Menschen somit vorsichtiger, sowohl auf der Autobahn, in ländlichen Gebieten und auch in der Stadt. Solange keine gesundheitlichen Einschränkungen das Auto fahren beeinträchtigen, sollten auch ältere Autofahrer nicht darauf verzichten, um mobil zu bleiben und ihre Lebensqualität beizubehalten.

Das nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln

Öffentliche Verkehrsmittel werden auch gerne von älteren Menschen genutzt, um Besorgungen zu erledigen. Zudem sind sie dann auch in Gesellschaft anderer Menschen und können so den sozialen Anschluss aufrecht erhalten. Jedoch mangelt es vor allem in ländlichen Gebieten an einem für Senioren gut ausgebauten Netz und somit ist oft das Auto die einzige Möglichkeit, am Straßenverkehr teilzunehmen. Um dieses Problem zu Beheben und neue Perspektiven zu schaffen, setzen sich einige Verbände ein, wie auch Pro Mobilität. Pro Mobilität (Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V.) ist ein Lobbyverband, der sich für den Ausbau und Erhalt des Straßennetzes einsetzt und wert auf eine gut funktionierende Infrastruktur legt. Mitglieder von Pro Mobilität sind unter anderem Verbände und Unternehmen wie z. B. der Straßenbau- und Transportwirtschaft, der ADAC und der AVD. Auch dem Thema Verkehrssicherheit widmet sich Pro Mobilität.

Ursachen eingeschränkter Mobilität

Durch die deutlich verringerte Regenerationsfähigkeit der Körperzellen wird der menschliche Organismus bei zunehmendem Alter anfälliger für Krankheiten. Zahlreiche Studien belegen aber, dass wir eine immer höhere Lebenserwartung haben. Das hat zur Folge, dass die alternde Gesellschaft verstärkt mit altersbedingten Krankheiten zu kämpfen hat. Oft leiden Senioren und Seniorinnen an chronischen Erkrankungen, welche die Beweglichkeit verändern und einschränken. Rheuma, Arthrose und Arthritis beispielsweise schränken die Betroffenen zusätzlich durch begleitende Schmerzen stark in ihrer Mobilität ein.

Bewegungsmangel schadet dem Körper und kann zu enormen Gesundheitsproblemen führen und sogar eine Pflegebedürftigkeit auslösen. So können beispielsweise eine Verkürzung der Muskulatur und Sehnen, Thrombose oder Lungenentzündung durch nicht ausreichende Bewegung ausgelöst werden. Aber auch nach einer Operation kann die Mobilität stark eingeschränkt sein. Einschränkungen der Mobilität älterer, aber auch jüngerer Menschen können sich durch die verschiedensten Ursachen ergeben.

Nützliche Hilfsmittel

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die Senioren und Seniorinnen in ihrer Mobilität fördern und helfen können. Am häufigsten kommen Rollator, Rollstühle und Seniorenmobile zum Einsatz, um die Mobilität aufrecht zu erhalten. Ein Rollator ist für ältere Menschen sinnvoll, wenn sie sich beim Gehen nicht mehr sicher auf ihren Beinen fühlen. Durch das leichte Abstützen mit den Händen werden die Beine etwas entlastet. Dadurch, dass der Rollator auch über eine Sitzfläche verfügt, kann bei Erschöpfung einfach eine Pause eingelegt werden. Nicht nur für unterwegs, sondern auch in der eigenen Wohnung kann ein Rollator genutzt werden. Der klassische Rollstuhl ist für Menschen geeignet, die zwar nicht mehr selbstständig gehen können, aber deren Arme noch gut funktionieren. Es gibt aber auch Elektrorollstühle, die Mithilfe eines Joysticks bedient werden. Je nach Modell eignen sich diese auch für den Gebrauch im eigenen Zuhause.

Für Menschen, die krankheitsbedingt oder durch ein Handicap fast gar nicht mehr alleine Laufen können, ist ein Elektromobil sehr nützlich. Dank eines Elektroantriebs kann ohne Anstrengung ein Spaziergang, Besorgungen oder Arztbesuche ganz ohne Hilfe vonstattengehen. Bei so einem Mobil kann auch der Einkauf in einem Körbchen transportiert werden. Um im eigenen Zuhause mehr Mobilität zu erlangen, beispielsweise um Treppen und Absätze zu überwinden, können Lifte zu Einsatz kommen. Es gibt Treppenlifte, die den Etagenwechsel über die Bedienung eines Joysticks ermöglichen. Diese eignen sich sowohl im Innen- als auch Außenbereich der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus. Auch für Rollstuhlfahrer gibt es Modelle, die den Transport wie ein Aufzug durchführen. Hublifte oder auch Hebebühnen sind für kleinere Treppen oder Absätze geeignet.

Mobilität wiedererlangen

Damit Bewegung wieder möglich ist, sollten bei Schmerzerkrankungen zuerst die Beschwerden behandelt werden. Ältere Menschen sollten langsam die tägliche Bewegung wieder ankurbeln. Gymnastik und Spaziergänge bringen den Kreislauf in Schwung. Durch regelmäßige Bewegung wird das Gleichgewicht und die Koordination gefördert und die allgemeine Fitness und das Wohlbefinden verbessert. Sollte die Mobilität stark eingeschränkt sein, so können auch kleinere Übungen in Sitzender- oder liegender Position durchgeführt werde. Sofern es möglich ist, sollte statt des Aufzuges auch mal die Treppe genutzt werden. Auch Schwimmen ist gut geeignet. Muskeln und Knochen werden hier bei gut durchblutet, ohne das das eigene Körpergewicht zusätzlichen Druck auf die Gelenke ausübt.

Es ist nie zu spät, mit Sport und Ernährung etwas für die eigene Gesundheit und somit für die Lebensqualität zu tun. Angefangen bei kleineren Veränderungen z. B. einer ausgewogenen Ernährung für Energie und zur Steigerung des Immunsystems. Tägliche körperliche Aktivitäten insbesondere an der frischen Luft. Eine kleine Runde am Anfang, dann kontinuierlich immer etwas verlängern. In Gruppen Sport zu machen oder spazieren zu gehen, kann die Motivation erhöhen und bietet zudem eine gesellige Alternative.

Auch viele Einrichtungen und Vereine bieten die unterschiedlichsten Kurse und Programme an. Für ältere Menschen und Senioren gibt es individuelle Trainings und Angebote, in denen altersgerechte Übungen den Fähigkeiten anpasst werden. Die Anbieter und Mitarbeiter unterstützen Beraten und Betreuen, die körperliche Mobilität und somit auch die Gesundheit zu verbessern. Die Kosten mancher Kurse werden sogar von der Krankenkasse zum Teil oder komplett übernommen. Das Informieren bei der eigenen Krankenkasse kann sich somit lohnen.

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