Der Versand von Waren | So kommen Lifestyle- und Luxus-Produkte zu dir

Der Transport und Versand von lebensnotwendigen Verbrauchsgütern, aber auch von Luxusprodukten ist fester Bestandteil unseres Alltags. Sei es die Lieferung bis an unsere Haustür (door to door delivery (D2D)) oder auch in Geschäfte, also den Einzelhandel, es werden tagtäglich Millionen Tonnen an Ware quer durch Deutschland, aus Deutschland heraus oder eben nach Deutschland transportiert.

In Zeiten von Online-Shopping hat wohl jeder inzwischen schon mal etwas übers Internet entweder zu sich nach Hause oder zu einer Packstation in der Umgebung bestellt. Die Lieferzeiten sind heutzutage extrem kurz – wo man noch vor ein paar Jahren mehrere Wochen auf den Versand warten musste, kommen heute die meisten Pakete bereits in wenigen Liefertagen, wenn nicht, sogar noch am nächsten Tag an. Doch die paar Mausklicke lösen eine ganze Reihe an verschiedensten Prozessen aus, an denen ‚zig, wenn nicht hunderte Menschen beteiligt sind.

Verschiedene Transportwege

Je nachdem, wo der Versand startet, kommen verschiedene Transportmittel zum Einsatz. Ist der Weg länger, werden auch unterschiedliche Transportmittel nacheinander genutzt. Dies nennt man intermodale Logistik oder multimodalen Verkehr. Die Transportkette ist mehrgliedrig, so werden die Güter beispielsweise erst mit einem Schiff und anschließend mit einem LKW von A nach B gebracht. Mögliche Transportmittel sind

  • Flugzeuge
  • Wasserfahrzeuge (Seeschiffe und Binnenschiffe)
  • Eisenbahnen
  • Fahrzeuge (darunter Kraftfahrzeuge wie Lastkraftwagen, Personenkraftwagen etc.)

Möglicherweise ist jemandem schon aufgefallen, dass es sich hierbei um Verkehrsmittel handelt, mit denen neben Gütern auch Personen (außer- oder zwischenbetrieblich) transportiert werden können.

Versand

Darüber hinaus erweisen sich sogenannte Fördermittel als  unverzichtbar für den innerbetrieblichen Transport. Dazu zählen

  • Gabelstapler
  • Krane
  • Aufzüge
  • Fließbänder
  • und viele mehr.

Viele von den Fördermitteln benötigen keinen Fahrer und mit Blick auf die Zukunft bewegt sich der Trend dank Transport 4.0 immer weiter in diese Richtung.

Transport 4.0

Transportlogistik 4.0 ist quasi die Reaktion der Logistikbranche auf Industrie 4.0, welche besonders durch die Digitalisierung und das Internet of things (IOT) geprägt wird. Autonome Fahrzeuge für den Versand von Waren sind zwar in dem Ausmaß noch Zukunftsmusik, allerdings würde das dem Fahrermangel entgegenwirken und den Straßentransport effizienter gestalten. Abgesehen davon könnten in Zukunft Transportdokumente ausschließlich in elektronischer Form existieren, um wichtige Ressourcen zu sparen.

Ohnehin werden elektronische Geräte, Navigations-/ Telematiksysteme, mobile Datenerfassungsgeräte, Smartphones und Tablets weiter verbreitet und stetig weiterentwickelt und optimiert. Im Zuge von Transport 4.0 sollen in der Distributionslogistik sämtliche analoge und händische Prozesse entfallen und durch smarte Lösungen ersetzt werden.

Beispiel für die Zukunft

Ein Händler konfiguriert Ware nach seinen eigenen Vorstellungen bei dem Hersteller und die Produktion erfolgt anschließend vollautomatisch (in einer smart factory). Sobald die Handelsgüter hergestellt sind, werden sie von den Robotern verpackt und kommissioniert und das ERP-System (Enterprise-Ressource-Planning) des Bestellers wird automatisch benachrichtigt. Diese Kommunikation findet bisher noch über Menschen, also Angestellte, statt.

Ebenfalls erhält zeitgleich ein Speditionsunternehmen, welches für den Versand zuständig ist, den entsprechenden Auftrag. Transportmanagementsysteme (TMS) sorgen hier für die Planung, Optimierung so wie die Ausführung von Transportprozessen. Mithilfe von bestimmten Algorithmen und künstlicher Intelligenz könnte mit der Tourenplanung Zeit gespart werden.

Vorteile und Nutzen

Während dieser ganzen Prozesse findet der Informationsaustausch zwischen allen Parteien ununterbrochen statt. Hilfreiche Daten werden in Echtzeit übermittelt und tragen zur Effizienz so wie zur Transparenz bei. Unnötige Wartezeiten verkürzen sich, wodurch Ressourcen geschont und Kosten eingespart werden können.

Der Fokus der Logistik 4.0 liegt demnach bei der unternehmensübergreifenden System-Vernetzung und der Optimierung des Datenaustauschs über Schnittstellen, sodass die Kommunikation aller an der Supply Chain Beteiligten ideal verläuft und die Prozesse noch effizienter erfolgen.

Zukunftsorientierte Logistikunternehmen, wie etwa die CM Logistik Gruppe, die sich im europäischen Raum etabliert haben, setzen im Rahmen des Möglichen auf moderne IT-Lösungen und legen dabei hohen Wert auf Transparenz und ausführliche Kommunikation mit den Kunden.

Bei der Truck-Logistik ist es Standard, dass die Fahrzeuge geortet werden und mit Track & Trace der Standort der Ladung immer einsehbar ist. Dadurch wird den Kunden des Unternehmens immer volle Sicherheit gewährt, damit sie sich nicht darum sorgen müssen, dass die Container ans Ziel gelangen.

Außenhandel in Deutschland

Sowohl als Export- als auch Importnation ist Deutschland den meisten andern Ländern überlegen. Auch wenn die Volksrepublik China und die Vereinigten Staaten die Nase vorne haben, ist Deutschland nicht zu unterschätzen. Der Wert der deutschen Importe beläuft sich auf rund 1,2 Mrd. € und der der Exporte auf über 1,3 Mrd. €. Die Ausfuhr von Gütern über Staatsgrenzen hinweg (Export) ist für die Wirtschaft von großer Bedeutung und von ihr hängt circa jeder vierte Arbeitsplatz ab.

Da Deutschland allerdings nicht reich an Rohstoffen ist, ist es auf Einfuhr-Produkte angewiesen. Den ersten Platz von Deutschlands Top-Handelspartnern belegt dabei China (und das seit bereits über 6 Jahre infolge). Am häufigsten werden Datenverarbeitungsgeräte, elektrische Erzeugnisse und Kleidung importiert. Insgesamt wurde 2021 zwischen den beiden Nationen Produkte, dessen Wert sich auf 245,4 Mrd. € beläuft, gehandelt.

Dauer des Transportwegs Deutschland – China

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

  1. Luftfracht
  2. Seefracht
  3. Bahnfracht

Sie alle unterscheiden sich in den Frachtkosten und der Laufzeit. Die Kosten sind bei der Luftfracht am höchsten und bei der Seefracht am geringsten, da der Versand per Flugzeug schneller als mit dem Schiff erfolgt. Während es mit dem Flieger ungefähr 5 Tage braucht, benötigt die Seefracht um die 40 Tage.

Mit dem Zug dauert es rund 20 Tage – die goldene Mitte und die ideale Lösung in vielerlei Hinsicht. Schneller als auf dem Wasser und günstiger als in der Luft sozusagen und obendrein auch noch ökologisch gesehen die beste Option.

Die Route des Chinazugs wird auch „Seidenstraße“ genannt und bereits seit vielen Jahren jeden Tag genutzt. Bei dem Handel aus China ist allerdings zu beachten, dass natürlich dort andere Feiertage an der Tagesordnungen stehen und es zu den Zeiten im Jahr zu Lieferengpässen kommen kann.

Auch das pandemische Geschehen hat die Lieferkette unterbrochen und den weltweiten Warenhandel auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Dies zeigte einmal mehr wie abhängig wir von China sind. Größtenteils ziert die Inschrift „Made in China“ Kleidungsstücke von den meisten Verbrauchern weltweit.

Deutlich dahinter liegen übrigens Bangladesch, Türkei und Indien. Nur 10 Prozent werden in Deutschland hergestellt.

Vom Wareneingang zur Auslieferung

Von der Herstellung bis zum Versand zum Endverbraucher laufen viele verschiedene Logistikprozesse ab, die das Zusammenarbeiten von unterschiedlichen Teilbereichen erfordert. Insbesondere Barcodes haben diese Branche revolutioniert, da so alle Mitarbeiter:innen entlastet werden und auch die Fehlerquote minimiert wird.

Nachdem die Ware angeliefert wird, wird sie geprüft und im Warenwirtschaftssystem erfasst. Anschließend wird sie zum Lagerort gebracht, bis sie zur Kommissionierung wieder dem Lagerplatz entnommen wird. Wenn sie bereit für den Versand, also möglicherweise noch individualisiert, dann verpackt und beschriftet ist, folgt die Auslieferung/ Distribution.

Zwischen Wareneingang & Anlieferung und Versand & Distribution liegt die Intralogistik & Lagerhaltung und Produktion & Auftragsabwicklung. Dies war nur ein kleiner Einblick hinter die „Vorhänge“. Bei so vielen verschiedenen Prozessen gibt es auch zahlreiche Bereiche und unzählige Berufe in der Logistik.

Wenn das nächste Mal der Paketbote von DHL, Hermes, Ups, … (und wie sie nicht alle heißen)  vor der Tür stehen und eine Lieferung für dich abgeben, hast du nun einen besseren Eindruck davon, welch eine lange Reise deine Bestellung hinter sich hatte.

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