DIY-Peelings

3 Peelings für unterschiedliche Hauttypen

Gastbeitrag: Marina von Beauty Madel

Hier finden Sie das richtige Peeling für Ihren Hauttyp, Anwendungstipps und Rezepte für DIY-Peelings. Außerdem stellen wir Ihnen 4 Peeling Behandlungen vor die durch einen Dermatologen durchführen lassen können.

Für normale Haut: Mechanische Peelings

In den mechanischen Peelings stecken winzige Schleifkörper wie Sand, Salz, Zucker oder gemahlene Fruchtkerne, die man sanft über die Haut reibt (Kügelchen aus Mikroplastik kommen übrigens aus Umweltschutzgründen kaum mehr zum Einsatz). So entfernt diese Rubbelkur Hautschüppchen und Verhornungen und regt nebenbei die Durchblutung an. Über den Fingerdruck kann man bei diesen Peelings selbst entscheiden, wie stark die Haut abgerubbelt werden soll. Aber Vorsicht: Zu starkes Reiben kann die Haut irritieren und reizen.

  • Gesichtspeeling:

Am besten integriert man mechanische Peelings ins abendliche Reinigungs-Ritual, damit die Haut danach Ruhe hat. Vor dem Peelen die Haut gut mit einer Waschlotion und einem Toner reinigen. Dann einen haselnuss großen Klecks Peeling auf das feuchte Gesicht auftragen und mit kreisenden Bewegungen verteilen. Das Peeling anschließend gut abwaschen und eine Nachtpflege auftragen. Seren dringen jetzt besonders gut in die Haut ein und können so noch besser wirken.

  • Körperpeeling:

Arme, Beine, Bauch und Po peelt man am besten unter der Dusche. Dabei kann man für besonders verhornte Partien wie Ellenbogen, Knie oder Fersen Pasten mit gröberen Schleifkörpern verwenden. Tipp: Wer sensible Haut hat, sollte hier auf Öl- oder Creme-Peelings setzen.

DIY-Tipp für die Herstellung eines Lippenpeelings:

2 TL Honig, 2 TL Mandelöl und 2 TL braunen Zucker vermischen. Das Peeling mit dem Finger auf den Lippen auftragen, leicht einmassieren und mit einem Kosmetiktuch abwischen und Rückstände mit warmem Wasser abwaschen.

Für normale bis unreine, fettige Haut: Chemische Peelings

Chemische Peelings enthalten säurehaltige Mittel, die abgestorbene Hautzellen abtragen und verstopfte Poren öffnen. Unterschieden wird zwischen zwei Wirkstofftypen: 1. Alpha-Hydroxysäure (AHA). Dazu zählen Fruchtsäuren, wie Glykol-, Apfel- oder Zitronensäure, sowie Milchsäure. Diese Säuren sind wasserlöslich und gut geeignet, um die Elastizität der Haut und deren Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, zu steigern. Zudem hellen sie die Haut auf und minimieren Fältchen. 2. Beta Hydroxysäure (BHA): Darunter versteht man Salizylsäure. Sie bindet Fette, entfernt also Talg und Mitesser und wirkt entzündungshemmend. Ideal also, um Akne oder Rosazea zu behandeln. 

  • Gesichtspeeling:

Nach der abendlichen Reinigung wird das Peeling dünn auf die Haut aufgetragen. Nach circa fünf Minuten Einwirkzeit (kein Abspülen notwendig) kann man die gewohnte Nachtpflege auftragen. Direkt nach dem Peeling kann es zu Rötungen kommen. Da die Haut auf jeden Fall lichtempfindlicher wird, sollte man täglich einen Sonnenschutz verwenden.

  • Körperpeeling:

Für den Körper gibt es die chemischen Peelings meist als Creme oder Spray, die wie eine klassische Bodylotion zum Einsatz kommen. Sie bekämpfen beispielsweise Pickelchen am Rücken oder schuppige, raue Knie.

DIY-Tipp für die Herstellung eines Gesichtspeeling:

Saft einer Zitrone, 1 TL Olivenöl und 1 EL Honig mischen. Die Paste drei Minuten auf dem Gesicht einwirken lassen, danach abspülen und die Haut eincremen.

Für empfindliche und trockene Haut: Enzympeelings

Die sanfteste Art, die Haut zu peelen, ist mit Enzymen, die meist aus Ananas Früchten oder Papayas stammen. Bei diesen Enzymen handelt es sich um Eiweißmoleküle, die Eiweißverbindungen in der obersten Hautschicht lösen. Die abgestorbenen Zellen lassen sich so ganz leicht und sanft lockern. Wichtig: Nach dem Enzympeeling muss die Haut gut abgewaschen werden, da die Enzyme sonst weiter wirken und die Haut reizen könnten. Die Peelings gibt es als Pulver, das mit Wasser angerührt werden muss, oder bereits als fertige Creme.

  • Gesichtspeeling:

Hier reicht eine erbsengroße Menge pro Anwendung. Nach der abendlichen Reinigung lässt man die Paste drei bis fünf Minuten einwirken. Ein leichtes Kribbeln ist normal. Dann alles mit lauwarmem Wasser abnehmen und die Haut eincremen.

  • Körperpeeling:

Hier arbeitet das Enzympeeling ebenfalls sehr schonend, z. B. gegen Reibeisen haut an den Ellenbogen oder Knien. Auch Pickelchen, beispielsweise am Rücken, lassen sich damit abmildern.

DIY-Tipp für die Herstellung eines Gesichtspeeling:

100 g Fruchtfleisch einer Papaya, 50 g Banane sowie 1 EL Honig mit dem Mixer fein pürieren. Die Mixtur auf das Gesicht oder auf raue Stellen am Körper geben, fünf Minuten einwirken lassen und abwaschen.

Peeling Behandlungen von Dermatologen 

Chemische Peelings:

In der dermatologischen Praxis wird mit Produkten gearbeitet, die eine sehr viel höhere Wirkstoffkonzentration haben. Neben AHA und BHA gibt es noch eine dritte Peeling-Variante, das Polyhydroxysäure-Peeling, kurz PHA. Es wirkt ähnlich wie ein BHA-Peeling, ist aber wesentlich verträglicher. Oft werden die verschiedenen chemischen Peelings auch kombiniert angeboten. Ab ca. 130 Euro, alle 4-6 Wochen.

TCA-Peeling:

TCA ist die Abkürzung für Trichloressigsäure, die gut gegen Akne, Narben, Falten oder Sonnenschäden wirkt. Die Säure zerstört Proteine in der Haut und schält sie an dieser Stelle ab. Das TCA-Peeling ist deutlich stärker als z. B. ein Fruchtsäure-Peeling und dringt damit relativ tief bis zur Lederhaut (ca. 0,4 Millimeter tief). Der Heilungsprozess kann allerdings auch bis zu zwei Wochen dauern. Ab ca. 200 Euro, 1- bis 2-mal im Jahr.

Jet-Peel:

Dabei wird ein Gemisch aus Wasser, Hyaluronsäure und Glykolsäure mit hoher Geschwindigkeit (ca. 720 km/h) auf die Haut geschossen. Man kann sich dies wie eine Art Kärcher für die Haut vorstellen. Poren werden so verfeinert, Pigmentstörungen minimiert oder die Feuchtigkeitszufuhr verbessert. Und es gibt keine Ausfallzeiten! Ab ca. 100 Euro, alle 4-6 Wochen.

Mosaik-Peeling:

Bei dieser relativ neuen Methode peelt man unterschiedliche Zonen im Gesicht mit einer Kombination aus verschiedenen Substanzen und dringt unterschiedlich tief vor – genau so, wie es zur Haut Situation passt. Ab ca. 150 Euro, alle 4-6 Wochen.

Bildquelle: Pixabay-User:in silviarita

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